83 Wacht auf!

Demokratie, die Herrschaft des Volkes durch das sich Bekennen zu Mehrheiten, ist in unseren Tagen und unserer Hemisphäre zu einer Illusion geworden.


…lesen Sie dies und mehr in: Gedankenspiele Thema 5: Propaganda
…sowie in: Gedankenspiele 8


Wie kann das sein? Gehen wir nicht alle zu Wahlen und geben unsere Stimme ab? Haben wir nicht Journalisten, die in Zeitungen, Zeitschriften, Radio und Fernsehen uns die Wahrheit vermitteln? Haben wir nicht Politiker, die sich jedes Jahr mehr zu Basisdemokratie und zu ihrer Volkstümlichkeit bekennen und jedes andere Land kritisieren, in dem die Menschen unterdrückt werden?

Machen wir uns eines klar: die Lüge ist allgegenwärtig. Was wir in den Medien präsentiert bekommen ist Propaganda, nicht Wahrheit. Und wo es um viel Macht und viel Geld geht, wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Und so sind die Wahlen eine Farce, die Medien berichten nur, was wir hören sollen und die Politiker sagen, was wir hören wollen. Die Wahrheit ist: nichts davon ist wahr, alles ist Lug und Trug. Und hier kommt, wie es funktioniert:

Medien machen Meinung

Die Medien berichten heute flächendeckend keine objektiven Ereignisse, sondern kommentieren auf Teufel komm raus subjektiv und mit teils grotesker Schlagseite: sie machen Meinung.

Die Demokratie ist tot, weil die Medien nicht mehr unabhängig sind. Durch die Nutzung der Medien bilden die Menschen sich ihre Meinung. Leider ist das Angebot der Medien nicht mehr neutral, ausgewogen und vielfältig, sondern eine eine einseitige Meinungs-Monokultur. Auf Basis des einseitigen Meinungsangebots in den Medien fällen die Wähler aber ihre Wahlentscheidung. Gibt man ihnen in den Medien eine eingeschränkte Auswahl an Meinungen vor, so wählen die Wähler entsprechend. Ende der Demokratie. Die Wähler tun, was die Medien ihnen vorgeben.

Wie kann es eine Meinungs-Monokultur in den Medien geben? Sind die Journalisten keine Helden der Wahrheit, die ihr Leben riskieren würden, um die Menschen korrekt und kritisch zu informieren? Die Antwort ist: nein, sind sie nicht. Dies ist eine der vielen schönen Illusionen, die aus den Medien direkt in unsere Köpfe getrieben werden.

Wer ein Held sein soll, ist dies zunächst einmal auf dem Fernsehbildschirm und im Kino. Mehr ist gar nicht notwendig, damit das Volk im Grunde kauft, dass es in der Realität ebenso wäre. So generiert die Traumfabrik Hollywood und alle daran angeschlossenen Institutionen ihr Weltbild und brennt es mit der Macht des emotionalen Eindrucks in die Köpfe der dafür auch noch zahlenden und begeisterten Zuschauer. Die perfideste Variante ist übrigens in diesem Zusammenhang der Film basierend auf wahren politischen oder gesellschaftlichen Begebenheiten. Als Quasi-Dokumentation wird die Wahrheit dramaturgisch aufbereitet und ganz und gar im Sinne der Filmemacher, also im Sinne ihrer politischen und gesellschaftlichen Ziele und Vorstellungen wiedergegeben. Objektivität? Es ist doch ein Stück Kunst, keine Dokumentation! wird dann vorgeschützt. Die Realität wird aber durch die Kunst, beeindruckende und rührende Filme zu machen so schön plastisch, so anschaulich, so einprägsam, dass man bald sich fast nur noch an den Film über das Ereignis erinnert und nicht mehr an das Ereignis selbst – das man in vielen Fällen ohnehin nicht selbst miterlebt hat. So schafft Hollywood sich seine ganz eigene Realität, eine Parallelwelt im Sinne der dort mächtigen. Eine ganz eigene Variante der Geschichte und eine ganz eigene und höchst manipulative und höchst verlogene Version historischer Begebenheiten. Hollywood ist die größte Propagandamaschinerie der Weltgeschichte.

Und so kommen in den Medien auch Journalisten vor, die gegen Konzerne aufbegehrten, Polizisten, die klug und sympathisch sind, Soldaten, die Leben retten, arme Schlucker, die plötzlich zu Reichtum kommen, hässliche Entlein, die zu Prinzessinnen werden und so weiter und so fort. Ist irgend etwas davon real? Nein, schlicht nein. Es ist unsere Sicht der Welt, wie wir sie haben sollen, damit wir genau das tun, was die Auftraggeber dieser Illusionen uns glauben machen wollen.

Was ist nun mit den so ernsthaft und vertrauenserweckend dreinblickenden und so überaus in unserem Sinne kritisch und gar investigativ agierenden Medienheinis in Funk und Fernsehn? Sind die alle Verschwörer, haben die alle im Sinn uns zu manipulieren?

Nein haben sie natürlich nicht. Aber sie sind auch nicht die Helden der Wahrheit als die sie sich präsentieren. Sie sind in Wahrheit eine spezielle Form von Schauspielern. Angestellt bei Fernsehsendern und deren Produktionsfirmen spielen sie ihre Rolle und geben wieder, was ihnen auf den Teleprompter getippt wird. Auch mal unkritisch, auch mal ohne nachzudenken. Und sie wissen, was man von ihnen erwartet: wie von jedem Mitarbeiter erwartet auch deren Chef, dass sie ihre Aufgabe erfüllen, ihren Job machen. Der Journalist, der seinen Job riskiert um der Wahrheit ans Tageslichtzu verhelfen ist eine Illusion Hollywoods, keine Realität.

Und zu den Pflichten des Journalisten gehört Einschaltquote, also sympatisch rüberkommen und ein bisschen Drama spielen, dazu gehört, die von Reuters in England kommenden ‘Nachrichten’ glaubhaft rüberzubringen, dazu gehört, den Zuschauer durch geschickt platzierte und sehr bewusst manipulativ gespielte Gesten und Mimik ein bisschen bei der Stange zu halten und auc emotional gut zu unterhalten. Gehört dazu, kritisch zu hinterfragen, ob die Nachricht wahr ist, gehört dazu, die Weltbilder anzuzweifeln, die da aus dem Ticker tröpfeln, gehört dazu ein kritischer unbequemer Geist zu sein? Nein, tut es nicht. Ebenso wenig, wie in anderen Büros ist auch in den Medien Konformität und Treue zum Chef eine der Schlüsselinhalte seinen Job zu behalten. Und andere Illusionen sind ebenso überflüssig. Wie sollen die Nachrichten-Vorleser und selbsternannten Aufklärer denn überhaupt den Wahrheitsgehalt von Meldungen vom anderen Ende der Welt prüfen. Das ist ihnen gar nicht möglich, also versuchen sie es gar nicht, sondern präsentieren, was ihnen vorgesetzt wird.

Wer dann liefert die Nachrichten, wenn nicht wirkliche Journalisten?

Es sind schon Journalisten, die die Nachrichten produzieren. Doch auch die haben Auftraggeber, auch die wissen, was sie ihrem Auftraggeber überhaupt nicht vorzusetzen brauchen, weil er das nicht drucken, senden oder sonstwie verbreiten wollen wird.

Also lassen sie es klugerweise gleich. Was übrig bleibt sind Meldungen, die von vornherein so gefärbt sind, wie die Redaktion und die Geldgeber es sich vorstellen. Wie auch anders?


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siehe auch:

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Das Gute ist nicht das Böse

Die Anti-Religion

Einheitspartei