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Ist die Welt eine Kulisse?

Das Universum und die Dinosaurier. Ist all das wirklich echt, oder nur eine Kulisse?


…mehr dazu in: Gedankenspiele 10


Die Wissenschaft hat den Menschen seit Jahrhunderten nun immer weiter aus dem Zentrum der Schöpfung vertrieben zu einem bedeutungslosen Staub am Rande einer von Milliarden Galaxien in einem für den menschlichen Verstand vollkommen unfassbar immensen Universum.

Diese Kränkung durch die Wissenschaft lies viele Menschen einen Argwohn und eine Abscheu gegen die Wissenschaft empfinden, weil sie ihnen praktisch alles genommen hat, was ihnen wichtig war: der Mensch als Krone der Schöpfung in einer Welt, die sich um seine Erde drehte und in der er die Hauptsache war. Er war das Alpha und das Omega und nun…

Doch Wissenschaftliche Erkenntnis gerade an den Außenbereichen der Forschung, also im Ganz Großen, also dem Universum als Ganzes, der Kosmologie, extremen kosmologischen Effekte, wie Dunkle Materie, Dunkle Energie, Schwarze Löcher, die Relativität der Zeit und dgl., ebenso wie im Ganz Kleinen, etwa der Quantenmechanik selbst, die Unvorhersagbarkeit einzelner Ereignisse, die seltsamen Effekte, die den Beobachter (das Subjekt) und nicht das Beobachtete (das Objekt) ins Zentrum des Ereignisses rückt, überhaupt alles, was unterhalb der atomaren Skala stattfindet, ebenso was wir wie weit zurück in der Zeit vorfinden, also die Existenz etwa der Dinosaurier, scheint alles nahezu unglaublich zu sein, oder, kühler gesprochen: weicht ganz erheblich von unserem Erfahrungswissen ab.

Seltsames Universum

Tatsächlich scheint das Universum noch seltsamer und sich unserer Vorstellung entziehender zu sein, als selbst die Gebildeten unter uns wissen oder sich ansatzweise vorstellen können.

Wenn wir vom Universum sprechen, so meinen wir z.B. heute damit das ‘Beobachtbare Universum’, also den Horizont von dem aus das Licht seit Bestehen des Universums zu uns gelangen kann. Es ist dagegen unklar, wie viel Universum noch jenseits dieses uns kausal zugänglichen Horizonts liegt. Und ebenso unklar ist, ob dieses in irgend einer Weise für uns relevant ist, da es keinerlei kausale Beziehung zu uns aufbauen kann, oder ob es ohne uns als Beobachter überhaupt existiert… Fakt ist, das Beobachtbare Universum ist lediglich eine Grenze der Sichtbarkeit, (vermutlich) kein Ende des Raumes, den wir Universum nennen.

Ebenso ist die kosmische Geschwindigkeitsbegrenzung, die Lichtgeschwindigkeit, wie sich herausstellt nicht etwa die Geschwindigkeit des Lichts, sondern die Geschwindigkeit mit der sich Kausalität im Universum auszubreiten vermag, also rohe Interaktion, Wirkung selbst. Das Licht bewegt sich nur mit dieser höchsten Geschwindigkeit, weil… nun, weil es kann. Warum es diese maximale Wirkung der Kausalität überhaupt gibt und warum sie genau diese Größe hat von 300.000 km/s im Vakuum – und wir dadurch im Grunde dazu verdammt sind die Sterne zu beobachten, sie aber niemals zu erreichen vermögen werden (weil dies die Tausendfache oder Millionenfache Lebenszeit eines Menschen benötigen würde), bleibt ebenso ein Geheimnis des Universums und seines Schöpfers wie so vieles andere…

Und zu allem Überfluss gewahren wir neuerdings durch immer genauere Messungen durch Weltraum-Teleskope Effekte und Bedingungen im Universum, die sich selbst unseren ziemlich elaborierten mathematischen Erklärungsmodellen profund zu entziehen trachten, so profund dass wir sie als ‘Dunkle Materie’ und ‘Dunkle Energie’ bezeichnen, was aber nicht mehr bedeutet, als dass niemand auch nur eine Idee davon hat, worum es sich bei diesen Abweichungen von unseren Modellen handelt (Dunkel will meinen, unbekannt bis hin zu regelrecht undenkbar, nicht zwingend ohne Licht).

Die sogenannte Dunkle (nicht sichtbare, nicht direkt beobachtbare) Materie beschreibt nur publikumswirksam die Tatsache, dass sich große Strukturen im Universum, also bestehend aus einer Unzahl von Galaxien, nicht so verhalten, wie die sichtbare Materie es durch ihre Gravitationswirkung hervorbringen könnte. Also folgert man, es müsse eine ‘Dunkle’ (= unsichtbare) Materieform geben, die wir zwar nicht sehen, die aber sehr wohl ihre Gravitationswirkung entfaltet. Unerfreulicherweise betrifft diese Abweichung um die 70% der Materiemenge im Universum, ist also nicht vernachlässigbar. Man hat also mitnichten eine Materieform entdeckt, sondern bezeichnet nur positivistisch eine Materie, die man aber nicht beobachtet, sondern nur eine Abweichung vom bisher gültigen Modell der Gravitation. Aber Dunkle Materie klingt besser, als ‘Profunder Mangel in der Theorie der Gravitation’.

Die beste Erklärung, die mir für dieses Phänomen bislang über den Weg gelaufen, also die, die mir persönlich am besten schmeckt, ist die, die besagt, dass wir gar keine zusätzliche Materie sehen, sondern nur das Universum (also der Raum selbst) so gefaltet und in sich gekrümmt ist, dass die Materie die wir sehen können auch in anderen (durch die Faltung ihr nahe liegenden Bereichen) eine Wirkung erzielt, obschon sie ‘dort’ gar nicht ‘wirklich’ ist.

Ebenso handelt es sich bei der Dunklen Energie um einen Effekt, der das Universum offenbar sich schneller ausdehnen lässt, als allgemein erwartet. Auch hier ist der Effekt so nicht-ignorabel groß, dass wir von ca. 90% des Inhaltes des Universums sprechen, von dem wir nicht die Spur einer Ahnung haben, worum es sich handelt, außer, dass wir den expansiven Effekt selbst zu beobachten scheinen. Wenn all das keine Messfehler sind, freilich. Über die gewählte Bezeichung gilt das oben Gesagte.

Was wir immer und überall zu beobachten scheinen ist dies: je weiter wir uns aus dem Fenster lehnen und in die Zeit zurück schauen oder ins Universum hinaus, umso abwegiger und seltsamer scheint das zu sein, was wir erblicken.

Das gilt auch für das Zurückblicken in die Zeit.

Seltsame Vergangenheit

Freilich ist es völlig unwissenschaftlich nach einem Grund oder gar einem Zweck der Dinge, der Welt, unserer Existenz und des Universums im Ganzen zu fragen. Lassen Sie es uns trotzdem tun.

Occam hat uns zwar gelehrt, radikal alles aus unserem Denken zu entfernen, was sich nicht durch Fakten belegen lässt und das als alleinige Wahrheit zu betrachten. Aber das ist ebenso freilich ziemlich optimistisch gedacht. Wie ich in Analyse vs. Historie darlege, gilt Occams Prinzip keinesfalls für alle wissenschaftlich untersuchbaren Gegenstände, z.B. schon gar nicht für historische Fakten. Genau genommen gilt Occams Prinzip nur für Untersuchungen, die zeitinvariant sind, wo also ewige Tatsachen untersucht werden, nicht Dinge, die sich im Laufe der Zeiten ändern mögen. Also etwa: die Gesetze der Klassischen Mechanik der Physik oder auch die Mathematik.

Denn sehr wohl kann etwas historisch so …

siehe auch:

Mathematik - Beschreibung oder Wahrheit?

Sprituelles Manifest

Phänomen 411

Pyramiden - There is something completely wrong…

Ist die Welt eine Kulisse?