129 Links und Rechts

Wer heute noch in diesen einfachen politischen Kategorien wie Links und Rechts denkt, der ist nicht auf dem Laufenden. So sehr dieses sehr simple Konzept verlockt und sich anbietet die Welt in Die Guten (natürlich die ‘eigene’ Fraktion) und Die Bösen (der Einfachheit halber ‘die anderen’) zu teilen und damit unserer Zugehörigkeitssehnsucht in die Hände spielt, so sehr ist dieses Konzept antiquiert - wenn es denn je mehr als ein Schmierentheater war.


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Die Sache liegt heute wesentlich komplexer und doch ist es am Ende doch wieder nur Die Guten gegen Die Bösen. Aber es ist weit weniger offensichtlich. Denn eines haben Die Bösen gelernt: es ist nicht gut offen böse zu sein. Man kann nur gewinnen, wenn man zwar böses tut, aber offiziell den Anstrich der Guten trägt. False Flag. Das andere Trikot. Aber so ist es heute leider. Doch von Vorn.

Es mag angehen zu Zeiten der Redeschlachten von Strauß vs. Wehner noch von Links und Rechts zu sprechen, doch diese beiden Ikonen des Parlamentarismus sind inzwischen seit 25 Jahren tot – und mit ihnen jener einfache in zwei einander bekriegenden Seiten aufteilbare Ideologiestreit zwischen Links und Rechts, Rot und Schwarz, Sozialistisch und Konservativ, Staatswirtschaft gegen Marktwirtschaft, Gleichschaltung gegen Individualität, Moskau gegen Washington, im Kern: Diktatur des Proletariats gegen so etwas wie Demokratie, Unterdrückung gegen so etwas wie Freiheit.

Doch ob dies nun Schaukämpfe um des Kaisers Bart waren, ob sich hier zwei Seiten, die Sowiet-Russische gegen die US-Amerikanische in parlamentarischen Stellvertreterkriegen bekämpft haben, oder ob nur Show-Catcher gegeneinander angetreten sind ist einerlei. Entscheidend ist: mindestens seit dem Ende des kalten Krieges ist die gesamte Denke in Links und Rechts, in Rot und Schwarz völlig obsolet geworden. Und die Tatsache, dass bis heute Rot gegen Schwarz antritt ist lächerlich, denn spätestens seit der Sozialistischen Agitatorin Merkel im Sattel der vormals konservativen Partei und Abzocker und Seelenverkäufer Schröder auf dem Sozialisen-Ross, sind beide Parteien doch ununterscheidbar und zielen beide Programme auf ein und dasselbe Ziel: die Zerstörung Deutschlands und die Demontage der Deutschen als maßgebliche Gruppe im eigenen Land.

Allerdings sollte man nicht so blauäugig sein, anzunehmen, dass sich damit jeder Widerstreit in Wohlgefallen aufgelöst hätte. Nach wie vor bekriegen sich Parteien bis aufs Blut, vielleicht sogar mehr als früher. Aber man sieht diesen Krieg nicht mehr, was ihn umso gefährlicher macht.


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