Missing 411 - Steven Kubaki, Holland, Michigan 1978

Steven Kubaki verschwindet am 19. Februar 1978 in Holland, Michigan. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens ist er 21 Jahre alt.


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Steven Kubaki studiert an der Universität von Michigan. Er wohnt in einer Wohngemeinschaft mit anderen Studenten und bricht am 19. Februar 1978 auf, um am Michigan See Langlauf zu fahren.

Als er an diesem Tag nicht zurückkehrt melden seine Mitbewohner ihn als vermisst.

Die Polizei übernimmt den Fall, verständigt die Küstenwache und die beginnt mit Booten und Luftüberwachung die Küste des Sees zu durchsuchen.
Suchhunden und Helikopter kommen auf der Suche nach Steven zum Einsatz.

Schließlich findet man seine Langlaufski und seinen Rucksack am Seeufer. Man findet auch Stevens Fußspuren im Schnee am Ufer. Die Fußspuren führen auf den zugefrorenen See hinaus.

Die Suchmannschaften verfolgen die Spuren etwa 200 m weit auf das Eis des zugefrorenen Michigan Sees hinaus und müssen zu ihrem Erstaunen feststellen, dass die Spuren dort einfach enden.

Die Polizei schließt daraus, dass Steven ins Eis eingebrochen sein musste und ertrunken war.
Und mit dieser Schlussfolgerung wurde der Fall abgeschlossen.

Was sonst würde man vermuten, wenn Fußspuren auf einen See hinaus führen und einfach an einem bestimmten Ort auf dem Eis enden. Steven wird ja wohl nicht davongeflogen sein…

15 Monate später…

Ganze 15 Monate später im Mai 1979 steht Steven vor dem Haus seiner Eltern. Es sagt, er sei an einem Samstagabend einfach, wie aus einem Traumlosen Schlaf, aufgewacht. Er sei aufgewacht, lag mitten auf einer großen Grasfläche und hatte Kleider an, die ihm nicht gehörten.

Es stellt sich heraus, dass Steven mehr als 1200 km östlich des Michigan Sees, in Pitts Field, Massechusets ist. Beinahe perfekt östlich vom Ort seines Verschwindens. Von dort schafft er es schließlich, das Haus seiner Eltern in Michigan zu erreichen.

Als sein Vater die Tür öffnet und sein Sohn vor ihm steht, von dem man ihm gesagt hatte, dass er tot sei, traut John Kubaki seinen Augen nicht.

Fragen

Dieser Fall erfüllt das typische Profil all dieser Fälle.
Mit der einen Ausnahme, dass Steven überlebt hat.

Doch auch er scheint keinerlei Erinnerung daran zu haben, was passiert ist. In einem Artikel darüber, was ihm widerfahren sein könnte sagte er schlicht, für ihn war »Raum und Zeit verloren«.

Das kann bedeuten, dass er keine Erinnerung hat, an das was geschehen ist… oder dass nichts geschehen ist, woran er sich erinnern könnte, etwa, weil er einen ‘Zeitsprung’ gemacht hat, also direkt vom Februar 1978, ohne Zwischenstopp, in den Mai 1979 getunnelt ist.

Dieser Fall erinnert stark an den Fall von Colin Fartny. Auch dort konnte das Opfer sich nicht erklären, wo und wie es an den Ort gelangen konnte, wo er erwachte, im eiskalten Mississippi. Auch Colin hatte überlebt, aber keinerlei Erinnerung was dazwischen passiert war. Nur war Colin Fartny 5 Stunden verschwunden, Steven Kubaki aber 15 Monate. Aber das mag keinen Unterschied machen, sofern es sich um einen Zeitsprung handelt, den die Opfer erleben.


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siehe auch:

Stacy Arras, Yosemite 1981

Steven Griffith, New Hampshire 2010

George Carter, Mt. St. Helens 1950

Jimmy Duffy, Little Wenatchee River